Tipps für einen erkältungsfreien Winter

Die kalte Jahreszeit hat begonnen und mit ihr sind die Erkältungskrankheiten wieder an der Tagesordnung. Nachstehend finden sich ein paar einfache Tipps um möglichst ohne Infekt über die Runden zu kommen.

Das Feuer entfachen…

Wenn man sich das Immunsystem wie ein Lagerfeuer vorstellt, so braucht man – um beim Bild zu bleiben – klar, Holz und Luft zum Anfächeln. Das “Holz” entspricht einer guten Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen, idealerweise durch die Ernährung, wobei auch bei gesündester Nahrung Spurenelemente wie Zink in der Regel nicht in ausreichender Menge aufgenommen werden. Hier kann ein gutes Multivitamin-Präparat helfen. Warum Multi? Weil die Vitamine entlang eines elektrochemischen Gradienten “aufgefädelt” sind und sich dadurch zum Teil selber regenerieren können. In der Minimalvariante sollte zumindest Vitamin D3 und Zink eingenommen werden.

Als zweite Komponente, zum Anfächeln, kommen pflanzliche Wirkstoffe zum Einsatz.  Der bekannteste ist Echinacea, aber auch Astragalus, Uncaria, Cistus, Ginseng werden erfolgreich eingesetzt. Die gibt es in der Apotheke als Kapseln, Filmtabletten oder Tropfen.

Und zu guter Letzt stellt die Grippeimpfung nichts anderes dar als ein wirksames Training für das Immunsystem gegen die Erkältungserkrankung mit dem dramatischsten Verlauf von allen, und das heißt bis zu 40°C Fieber, extreme Kopfschmerzen, ein hartnäckiger trockener Reizhusten, Kreislaufprobleme, völlige Niedergeschlagenheit, und häufig wegen der überaus großen Belastung für den Organismus sogar eine vorübergehende, reaktive Depression.

Den Organismus warm halten…

Damit ist nicht nur ein Pullover und eine kuschelige Decke gemeint, sondern die Aufnahme “wärmender” Nahrung. Dazu zählen Suppen, Eintöpfe, Vollkornprodukte, Protein aus Gemüse und magerem Fleisch; die Liste ist lang, aber hier sind ein paar saisonale Beispiele: Kohl, Kürbis, Zwiebel, Knoblauch, Lauch, Chicorée, Nektarinen, Trockenfrüchte, Nüsse, Gewürze wie Cayenne-Pfeffer, Zimt, Nelken, Ingwer, und Kräuter wie Basilikum und Rosmarin.

Trotzdem empfiehlt es sich auch immer “unten rum” warm angezogen zu sein, sonst kann es leicht zu Blasenentzündungen kömmen und nicht vergessen: 7-10% der Körperwärme wird über den Kopf abgegeben – also Hut oder Mütze aufsetzen nicht vergessen, auch wenn die Frisur leiden sollte.

Licht…

Die Lichtintensität an einem hellen Tag ist ca. 11.000 lux (lumen pro qm), bei Bewölkung oder Nebel ca. 1.000 lux. In Gebäuden variiert die Lichtintensität in der Regel von Raum zu Raum, mit ca. 200 lux in Korridoren und Toiletten, ca. 300 lux in Konferenzräumen, und ca. 250-500 lux an Arbeitsplätzen und in Wohnräumen bei vollem Kunstlicht (gedimmt: ca. 150 lux). Ohne Licht leidet die Stimmung (Stichwort: Winterdepression) und vom Körper wird kein Vitamin D3 gebildet, weshalb zum einen eine ausreichende Versorgung mit dem “Sonnenvitamin” notwendig ist und zum anderen die nächste Maßnahme:

Vermeidung…

Die häufigsten Ansteckungsquellen im öffentlichen Raum durch Schmierinfektion sind Einkaufswagerl, Automaten, Rolltreppen, Fahrstuhl, Bus, Türklinken an öffentlichen Gebäuden – überall wo sich viele (auch erkältete) Menschen anhalten nachdem sie höflich in die vorgehaltene Hand geniest und somit die Voraussetzung für eine Schmierinfektion geschaffen haben.

und wenn doch…

Wenn man nun doch eine Erkältung eingefangen hat, so gilt die nicht ganz falsche Regel, dass sie behandelt eine Woche und unbehandelt 7 Tage dauert, wobei durch die Behandlung mit Medikamenten zumindest die Symptome gelindert werden, damit man sich nicht ganz so elend fühlt und doch gewisse Tätigkeiten des täglichen Lebens verrichten kann. Auch hier kann die Apotheke Hilfe anbieten. Unterstützend kann man mit wärmenden, bekömmlichen, leicht verdaulichen Speisen und Tees, wie Holunder- und Lindenblüte helfen, mit warmen Umschlägen und Fußbädern, bzw. mit Hausmitteln wie warmen Kompressen, Waden-, Brust- und Halswickeln (mit und ohne Zwiebel, den aber auch als Sirup), sowie die Raumluft feucht halten indem man z.B. feuchte Handtücher auf die Heizkörper legt, oder eben Salzwasser Nasen- und Rachensprays.